Nach dem Schlaganfall: Was neurologische Krankengymnastik leistet
Nach einem Schlaganfall ist vieles, was vorher selbstverständlich war, plötzlich schwer: aufstehen, gehen, nach einer Tasse greifen. Die neurologische Krankengymnastik hilft, diese Fähigkeiten Schritt für Schritt zurückzugewinnen.
Was bedeutet KG-ZNS?
KG-ZNS steht für Krankengymnastik bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Sie wird nach einem Schlaganfall verordnet, aber auch bei Multipler Sklerose, Parkinson oder nach einer Querschnittslähmung.
Wie arbeitet das PNF-Konzept?
PNF bedeutet Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation. Dahinter steckt eine einfache Idee: Das Nervensystem lernt Bewegungen über Reize neu. Mit festgelegten Bewegungsmustern, Berührung und gezieltem Widerstand aktivieren wir das Zusammenspiel von Nerven und Muskeln. Mehr auf unserer Seite zur neurologischen Behandlung KG-ZNS (PNF).
Geübt wird immer an dem, was im Alltag zählt: sich im Bett drehen, sicher aufstehen, gehen, greifen.
Warum früh beginnen wichtig ist
Das Gehirn kann Aufgaben geschädigter Bereiche auf andere Regionen übertragen. Diese Fähigkeit ist in den ersten Monaten nach einem Schlaganfall besonders groß, aber auch später sind Fortschritte möglich. Entscheidend ist die regelmäßige Wiederholung.
Was Angehörige tun können
- Zum Üben ermutigen, aber nicht alles abnehmen
- Die betroffene Seite im Alltag einbeziehen
- Bei der Therapie zusehen und sich Übungen zeigen lassen
Behandlung zu Hause
Wer die Praxis nicht aufsuchen kann, wird nach Absprache zu Hause behandelt. Das hat sogar einen Vorteil: Wir üben in der Umgebung, in der die Bewegungen gebraucht werden. Der Hausbesuch muss auf dem Rezept verordnet sein.
Neurologische Krankengymnastik in Hagen
Ahat Ender Karakurt hat die PNF-Weiterbildung mit Grund- und Aufbaukurs und Abschlussprüfung absolviert. Jetzt Termin anfragen
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Untersuchung.